KI-gestützte Meldung auf Grundlage der verlinkten Originalquelle.

Das Halbleiter-Startup Nuvacore aus San Jose bereitet eine neue Finanzierungsrunde vor, bei der es mit rund 2,5 Milliarden US-Dollar bewertet werden soll. Das berichtet Reuters unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Das Unternehmen, das von Sequoia Capital unterstützt wird, ist erst sechs Monate alt. Das angestrebte Kapitalvolumen soll mehrere hundert Millionen Dollar betragen.

Zuvor hatte „The Information“ bereits berichtet, Nuvacore wolle mindestens 200 Millionen Dollar einsammeln. Die Bewertung von 2,5 Milliarden Dollar war bis dahin nicht öffentlich bekannt. Da die Runde noch läuft, können sich Bewertung und Volumen noch ändern. Nuvacore lehnte eine offizielle Stellungnahme ab.

Gegründet wurde das Unternehmen von den Ingenieuren Gerard Williams, John Bruno und Ram Srinivasan. Williams, früher Manager bei Apple, verkaufte sein Startup Nuvia 2021 für 1,4 Milliarden Dollar an den Chiphersteller Qualcomm. Laut aktien.news stärkt dieser Erfolg das Vertrauen von Investoren in sein neues Projekt.

Nuvacore geht bei der Entwicklung unkonventionell vor: Zunächst soll die Kernfunktionalität des Prozessors entworfen werden, erst danach soll die Entscheidung für eine Architektur wie x86 von Intel und AMD oder für Arm fallen. Die Ingenieure wollen so architektonische Beschränkungen umgehen und den Chip passgenau auf die Anforderungen moderner Rechenzentren und KI-Infrastrukturen zuschneiden. Ein marktreifes Produkt hat das Unternehmen bislang nicht.

Das Interesse der Investoren fällt dennoch groß aus. Durch den KI-Boom ist der Bedarf an leistungsfähigen CPUs für Rechenzentren stark gestiegen. Diese Prozessoren fungieren als „Verkehrsregler“ für Nvidias KI-Beschleuniger und steuern autonome KI-Agenten, wodurch ihre strategische Bedeutung deutlich zugenommen hat.

Der Markt wird traditionell von Intel und AMD dominiert. Arm-basierte Designs gewinnen zunehmend an Bedeutung, vor allem durch Eigenentwicklungen von Cloud-Anbietern wie Amazon und Microsoft. Auch Nvidia ist mit der neuen CPU „Vera“ eingestiegen. Konzernchef Jensen Huang erwartet mit diesem Produkt im laufenden Geschäftsjahr, das im Januar endet, einen Umsatz von 20 Milliarden Dollar.

Der Vorstoß von Nuvacore steht für ein wieder wachsendes Investoreninteresse an Hardware-Startups, die trotz langer Entwicklungszyklen und hohen Kapitalbedarfs wieder beachtliche Bewertungen erzielen. Nach Daten von Crunchbase flossen in den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 rund 10,7 Milliarden Dollar in Halbleiter-Startups. Das liegt nur knapp unter dem Gesamtwert des Jahres 2025 von 12,2 Milliarden Dollar.

Auch die etablierten Konzerne profitieren vom KI-Aufschwung: Intel kämpfte zuletzt mit Lieferengpässen, AMD meldete steigende CPU-Verkäufe. Die Aktienkurse beider Unternehmen haben sich in diesem Jahr um mehr als 180 Prozent verteuert. Aus Sicht von aktien.news ist der Zeitpunkt des Markteintritts für Nuvacore daher günstig. Der Weg vom Konzept zum fertigen Produkt sei in der Halbleiterbranche erfahrungsgemäß allerdings lang und kostspielig.